Warnung vor Reisebusdiebstahl - Diebstahlserie geht weiter

jetzt ab Ostern sind wieder die meisten deutschen Reisebusse unterwegs. Und schon wieder haben Busdiebe zugeschlagen: Am 29.03.2017 wurde ein fast neuwertiger Reisebus vom Betriebshof eines Unternehmens aus Hannover gestohlen und ist bis heute verschwunden. In Italien sind bisher 12 Busse in 2017 gestohlen worden. Deshalb ist damit zu rechnen, dass die Serie von Reisebusdiebstählen deutscher Busse im In- und Ausland wieder ansteigen wird.

In vielen Fällen handelt es sich um Omnibusse der Marken Mercedes bzw. Setra mit Baujahren von 2009 bis 2016. Zwar sind Fahrzeuge ab Baujahr 2010 meist serienmäßig gegen Diebstahl gesichert.  Es muss aber davon ausgegangen werden, dass die vom Hersteller verbauten elektronischen Wegfahrsperren weitgehend wirkungslos sind. Die Diebe greifen mit spezieller Software in die Fahrzeugelektronik ein.

Wir empfehlen zum Schutz Ihrer Fahrzeuge weiterhin versteckt angebrachte Schalter zur Unterbrechung der Startelektronik bzw. der Kraftstoffzufuhr zu verbauen. Diese können ein Wegfahren des KOM unter Umständen am besten verhindern. Bitte beachten Sie dabei aber unbedingt etwaige Sicherheitsweise und Garantien des Fahrzeugherstellers. Ebenfalls eine gute Maßnahme kann das Zuparken von Busse durch andere Fahrzeuge sein. Um entwendete Busse möglicherweise wiederzufinden, stellen Ortungsgeräte eine recht gute  Möglichkeit dar. Eine Information zu einem Ortungsgerät haben wir Ihnen an diese E-Mail angehängt.

Sollten Sie selbst von einem Diebstahl betroffen sein, melden Sie sich umgehend bei uns. Rufen Sie uns auch nachts oder am Wochenende unter unserer kostenfreien 24h-Notfall-Hotline an: +49 (0) 700 10 20 40 50 an. Wir stellen sofort Kontakt zu entsprechenden Stellen bei Landeskriminalämtern und zu speziellen Detekteien her, da sowohl im Inland wie im Ausland ein Busdiebstahl häufig unzureichend aufgenommen und verfolgt wird. Es gilt, keine unnötige Zeit zu verlieren. Oft geht es um Stunden.

Falls ein Diebstahl im Ausland passiert, zeigen Sie diesen unbedingt nochmals bei Ihrer örtlichen deutschen Polizeidienststelle an und drängen Sie auf die sofort beginnende Funk- und Ringfahndung. Vorhandene Mautgeräte lassen Sie bitte nicht sperren, um die Spur verfolgen zu können (Verschieberichtung).

Ergänzend empfehlen wir Ihnen von Ihren Reisebussen jeweils einen Steckbrief ähnlich wie  HIER sowie Fotos von außen und von innen anzufertigen.

Bei Fragen hierzu sprechen Sie uns bitte jederzeit gerne an.

Wir wünschen Ihnen nun eine erfolgreiche und schadenfreie Reisesaison.